Freiwilligendienst im Ausland
Nord-Süd-Austausch
Du lebst in Deutschland und möchtest für einige Monate im Ausland Erfahrungen sammeln und dich in einer Einsatzstelle engagieren?
Im Nord-Süd-Austausch verbringst du neun bis zehn Monate in Afrika, Asien oder dem Nahen Osten. Du lebst in einem neuen Umfeld, arbeitest in einem Team vor Ort mit und lernst andere Lebensrealitäten aus nächster Nähe kennen.
Du hast schon alle Infos? Jetzt bewerben!
Freiwilligendienst kompakt
Das Wichtigste auf einen Blick: Voraussetzungen, Ablauf, Leistungen und Fristen – ideal zum Ausdrucken und Weitergeben. (PDF)
Checkliste Bewerbung
Schritt für Schritt zum Freiwilligendienst: Mit dieser Checkliste behältst du alle Unterlagen und Fristen im Blick – von der Bewerbung bis zur Ausreise. (PDF)
Wo du eingesetzt werden kannst
Die Einsatzstellen sind vielfältig und verändern sich von Jahr zu Jahr. Einsätze sind unter anderem in Ländern wie Ghana, Indien, Indonesien, Japan, Jordanien oder Südkorea möglich. Beispiele für Einsatzbereiche sind:
- Bildungsarbeit in Schulen und Internaten
- Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in sozialen Einrichtungen
- Inklusive Arbeit mit Menschen mit Behinderung
- Mitarbeit im Umwelt- und Klimaschutz
Egal, ob du in einer Schule mitarbeitest, Kinder und Jugendliche begleitest, in inklusiven Angeboten unterstützt oder dich in einer Gemeinde einbringst: Du wirst Teil eines Teams und gestaltest den Alltag vor Ort mit.
Was du mitbringen solltest
Für den Freiwilligendienst brauchst du keine besonderen Vorkenntnisse. Wichtig sind Offenheit und die Bereitschaft, dich auf neue Situationen einzulassen.
- Interesse an anderen Kulturen und Lebensweisen
- Lernbereitschaft
- Verantwortungsbewusstsein
- Offenheit für neue und ungewohnte Erfahrungen
Wenn du dich für globale Zusammenhänge interessierst und Lust hast, dich auf neue Lebensrealitäten einzulassen, bringst du gute Voraussetzungen mit.
Gut begleitet – vor, während und nach deinem Einsatz
Vor Beginn deines Freiwilligendienstes wirst du gründlich vorbereitet. In Seminaren setzt du dich mit deinem Einsatzkontext auseinander und lernst die anderen Freiwilligen kennen. Die Seminare decken ein breites Themenspektrum ab und geben dir Einblicke in Themen der Entwicklungszusammenarbeit, interkulturellen Kommunikation und globalen Gerechtigkeit.
Auch während deines internationalen Freiwilligendienstes begleiten wir dich. Du hast Ansprechpersonen vor Ort und im Hintergrund, die dich unterstützen und dir bei Fragen zur Seite stehen.
Seminare und Austauschmöglichkeiten bieten dir die Gelegenheit, deine Erfahrungen zu reflektieren und einzuordnen. So wirst du nicht allein gelassen, sondern bist Teil einer Gemeinschaft, die dich trägt.
Rahmenbedingungen
Hier findest du die wichtigsten organisatorischen Informationen zu deinem Freiwilligendienst:
- Dauer: in der Regel 9 bis 10 Monate
- Start: August/September
- Vorbereitung und Begleitung durch Seminare und ein pädagogisches Team
- Ansprechpersonen vor Ort während deines Einsatzes
- Unterkunft, Verpflegung und Versicherung sind organisiert
- monatliches Taschengeld
Formale Voraussetzungen
Für die Teilnahme am Freiwilligendienst gelten einige formale Voraussetzungen:
- Alter: zwischen 18 und 28 Jahren zum Zeitpunkt der Ausreise
- abgeschlossene Schul- oder Berufsausbildung
- gute Grundkenntnisse in Englisch
- Bereitschaft, die Sprache des Gastlandes zu lernen
- deutsche Staatsbürgerschaft oder dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Deutschland
- medizinische Eignung für einen längeren Auslandsaufenthalt
- erweitertes polizeiliches Führungszeugnis
Wenn du unsicher bist, ob du die Voraussetzungen erfüllst, sprich uns gerne an.
So läuft deine Bewerbung ab
Die Bewerbung erfolgt digital über ein Online-Formular.
- Du füllst das Bewerbungsformular online aus
- Dabei lädst du ein Foto und einen Lebenslauf in englischer Sprache hoch.
- Wir prüfen deine Unterlagen
- Wenn deine Bewerbung passt, laden wir dich zu einem Auswahlgespräch ein
- Gemeinsam schauen wir, welche Einsatzstelle zu dir passt
Du bewirbst dich zunächst für die Teilnahme am Programm – die konkrete Einsatzstelle wird im Auswahlprozess gemeinsam gefunden.
Jetzt bewerben
Du möchtest dich engagieren und einen Freiwilligendienst im Ausland machen? Dann bewirb dich jetzt online und starte deinen Weg im Nord-Süd-Austausch.
Tipp: Prüfe vorab mit unserer Checkliste Bewerbung, ob du alle Unterlagen beisammen hast – dann geht die Bewerbung ganz entspannt.
Bewerbungen für das Folgejahr sind bis zum 31. Oktober möglich. Spätere Bewerbungen können nur berücksichtigt werden, wenn noch Plätze verfügbar sind. Je früher du dich bewirbst, desto besser sind deine Chancen.
Wenn du noch Fragen zur Bewerbung hast oder mehr über die Rahmenbedingungen des Freiwilligendienstes erfahren möchtest, kannst du dich jederzeit direkt bei uns melden. Schau am besten zuerst in unsere FAQs – dort haben wir die häufigsten Fragen bereits für dich beantwortet.
Koordinatorin Ökumenisches Freiwilligenprogramm Nord-Süd
+49 711 636 78 -41
Sachbearbeiterin Ökumenisches Freiwilligenprogramm
+49 711 636 78 -65
FAQs – Häufig gestellte Fragen
Hier findest du Antworten auf die häufigsten Fragen rund um den Nord-Süd-Austausch.
Über das Programm
Das Ökumenische Freiwilligenprogramm ist der internationale Freiwilligendienst der EMS. Die meisten Nord-Süd-Einsätze werden über weltwärts gefördert, den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). weltwärts gibt den finanziellen und rechtlichen Rahmen vor; Vorbereitung, Vermittlung und Begleitung übernimmt die EMS als Entsendeorganisation. Einsätze in Japan und Südkorea laufen ohne weltwärts-Förderung.
Kosten, Finanzierung & Unterstützungskreis
Für dich entstehen nur wenige Eigenkosten. EMS übernimmt die Kosten für die begleitenden Seminare, die Auslandskranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung, notwendige Impfungen und gegebenenfalls Malariaprophylaxe sowie Unterkunft und Verpflegung an der Einsatzstelle. Selbst tragen musst du die Visakosten. Die Flugkosten hängen vom Gastland ab (siehe unten). Alle beteiligten Organisationen sind gemeinnützig – niemand verdient am Programm.
Ein Unterstützungskreis besteht aus Menschen, die deinen Dienst ideell und finanziell mittragen – etwa deine Familie, deine Gemeinde oder dein Verein. Du hältst sie über deinen Einsatz auf dem Laufenden, und wer möchte, unterstützt mit einer Spende. Bei weltwärts-geförderten Diensten gehört ein solcher Kreis grundsätzlich dazu; ob und wie viele Spenden dabei zusammenkommen, spielt für deine Teilnahme aber keine Rolle. Wir unterstützen dich mit Tipps und Materialien.
Ja. Du erhältst ein monatliches Taschengeld, das je nach Gastland zwischen 50 und 100 Euro liegt.
Das hängt vom Einsatzland ab. Bei weltwärts-geförderten Einsätzen werden die Flugkosten übernommen. Einsätze in Japan und Südkorea werden staatlich nicht gefördert – hier tragen Freiwillige Hin- und Rückflug zusätzlich zu den Visakosten selbst.
Voraussetzungen, Gesundheit & Inklusion
Du bist zum Ausreisezeitpunkt zwischen 18 und 28 Jahre alt, hast einen Schulabschluss oder eine abgeschlossene Berufsausbildung, gute Englisch-Grundkenntnisse und die Bereitschaft, die Landessprache zu lernen. Du brauchst die deutsche Staatsbürgerschaft oder ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht in Deutschland – eine EU-Staatsbürgerschaft allein genügt dafür nicht. Außerdem sind ein medizinischer Eignungsnachweis und ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich.
Ja. Entscheidend ist dein Alter bei der Ausreise, nicht bei der Bewerbung: Wenn du zum Ausreisezeitpunkt im August oder September 18 Jahre alt bist, kannst du dich schon mit 17 bewerben. Da zwischen Bewerbungsschluss und Ausreise fast ein Jahr liegt, betrifft das viele Bewerber*innen.
Nein, das ist keine Voraussetzung – du musst überhaupt keiner Religion angehören. Alle Einsatzstellen stehen aber unter kirchlicher Trägerschaft, und Religion ist im Alltag der Gastländer präsenter als in Deutschland. Du solltest deshalb offen dafür sein, Erfahrungen in christlichen Gemeinschaften zu machen und dich dort einzubringen.
Für den Einstieg genügen gute Englisch-Grundkenntnisse. Wichtig ist die Bereitschaft, die Landessprache zu lernen.
Ein längerer Auslandsaufenthalt fordert Körper und Seele: ungewohntes Klima, anderes Essen, ein Alltag, der sich stark vom deutschen unterscheidet – und eine medizinische Versorgung, die je nach Gastland unterschiedlich gut ausgebaut ist. Vor der Ausreise muss deshalb eine Ärztin oder ein Arzt bestätigen, dass aus medizinischer Sicht nichts gegen einen Einsatz im jeweiligen Gastland spricht. Eine Behinderung oder Beeinträchtigung ist dabei kein Ausschlusskriterium.
Ja. weltwärts ist inklusiv und steht Menschen mit und ohne Behinderung oder Beeinträchtigung offen. Behinderungsbedingte Mehrkosten können übernommen werden, und die Altersgrenze liegt in diesem Fall bei bis zu 35 Jahren. Sprich uns möglichst früh an, dann klären wir gemeinsam die passenden Möglichkeiten.
Bewerbung
Die Bewerbung läuft ausschließlich online über unser Bewerbungsformular auf ems-volunteers.org/austauschrichtungen/nord-sued/bewerbung. Du füllst das Formular aus und lädst ein Foto sowie einen Lebenslauf in englischer Sprache hoch. Wir prüfen deine Unterlagen und laden dich bei einer Passung zu einem Auswahlgespräch ein. Gemeinsam schauen wir dann, welche Einsatzstelle zu dir passt.
Tipp: In unserer „Checkliste Bewerbung“ findest du alle Schritte und Unterlagen übersichtlich zum Abhaken – so behältst du von der Bewerbung bis zur Ausreise den Überblick.
Bis zum 31. Oktober für das Folgejahr. Spätere Bewerbungen werden im Nachrückverfahren berücksichtigt, solange Plätze frei sind – je früher du dich bewirbst, desto besser.
Vorbereitung, Begleitung & Rückkehr
Nach der Aufnahme beginnt eine intensive Vorbereitung mit zwei verpflichtenden Seminaren – einem dreitägigen Ende März, damit genug Zeit für Visum und Formalitäten bleibt, und einem ausführlichen neuntägigen im Juli kurz vor der Ausreise.
Vor Ort hast du Ansprechpersonen und Mentor*innen, aus Deutschland begleiten dich pädagogische Fachkräfte und ehemalige Freiwillige. Nach der Hälfte der Einsatzzeit gibt es eine Zwischenauswertung, zum Abschluss ein Auswertungsseminar Ende August.
Ja. Vor-, Zwischen- und Nachbereitungsseminare sind fester Bestandteil des Dienstes; ohne Teilnahme an den Vorbereitungsseminaren ist keine Ausreise möglich. Wenn du in Ausbildung oder Beschäftigung bist, stellen wir dir gerne eine Bestätigung über die verpflichtende Teilnahme aus, damit du dich freistellen lassen kannst.
Es gibt vielfältige Angebote für Rückkehrer*innen: eine Fortbildung zur*zum Multiplikator*in für Globales Lernen, Vernetzung im Internationalen Jugendnetzwerk (JuNet), Mitwirkung bei Seminaren oder als „Buddy“ für neue Freiwillige.
Einsatz & Länder
Du bewirbst dich zunächst allgemein für das Programm, nicht für ein bestimmtes Land oder Projekt. Deine Wünsche und Interessen spielen aber eine wichtige Rolle: Im Auswahlprozess schauen wir gemeinsam, welche Einsatzstelle zu dir passt – und versuchen, deine Vorstellungen so weit wie möglich zu berücksichtigen.
Einsätze sind unter anderem in Ghana, Indien, Indonesien, Japan, Jordanien und Südkorea möglich. Das Angebot ändert sich von Jahr zu Jahr; einzelne Länder sind zeitweise wegen der politischen Lage oder wegen Visaproblemen nicht verfügbar.
In der Regel 9 oder 10 Monate, je nach Gastland. Start ist im August oder September.
Für deine Unterkunft ist gesorgt – wie sie aussieht, hängt vom Gastland und deiner Einsatzstelle ab: mal ein Zimmer auf dem Gelände der Einrichtung, mal eine Gastfamilie, mal eine Wohngemeinschaft mit anderen Freiwilligen. Kosten entstehen dir dafür nicht, und auch die Verpflegung ist abgedeckt.
Du hast einen Urlaubsanspruch, der sich an den Gegebenheiten vor Ort orientiert; bei weltwärts sind es mindestens 20 Tage pro Jahr.
Wirst du krank, kannst du zunächst die medizinische Versorgung in deinem Gastland in Anspruch nehmen. Reicht das nicht aus, sorgt das Programm für Hilfe – im Ernstfall bis zur vorzeitigen Heimreise, deren Kosten der Versicherungsschutz trägt. Und bei allen anderen Fragen und Schwierigkeiten bist du nie auf dich allein gestellt: Vor Ort stehen dir Ansprechpersonen und Mentor*innen zur Seite, in Deutschland das Team des Ökumenischen Freiwilligenprogramms.
Versicherung & Absicherung in Deutschland
Über das Programm bist du mit Auslandskranken-, Unfall-, Haftpflicht- und Rücktransportversicherung abgesichert.
Deine Kranken- und Pflegeversicherung in Deutschland musst du selbst regeln – informiere deine Krankenkasse rechtzeitig über die genauen Zeiten deines Auslandsaufenthalts, damit du lückenlos versichert bleibst. Während des Dienstes zahlst du keine Beiträge in die gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung, und es werden dafür auch keine Zeiten angerechnet; eine freiwillige Einzahlung in die Rentenversicherung ist möglich. Beachte außerdem, dass du während des Dienstes einen Wohnsitz in Deutschland behalten musst.
Kindergeld & Anerkennung
Die meisten Einsätze laufen über weltwärts, das staatliche Förderprogramm des BMZ – mit entsprechenden gesetzlichen Regelungen, etwa zum Kindergeld. Einsätze in Japan und Südkorea sind nicht Teil des Förderprogramms und gelten als „zivilrechtliche Freiwilligendienste“. Inhaltlich machen wir zwischen beiden Formen so wenige Unterschiede wie möglich.
weltwärts ist zwar kein gesetzlich geregelter Dienst im Sinne des Jugendfreiwilligendienstgesetzes, wird beim Kindergeld aber den geregelten Diensten gleichgestellt: In der Regel wird es weitergezahlt, sofern du grundsätzlich kindergeldberechtigt bist. Bei den nicht über weltwärts geförderten Einsätzen (Japan, Südkorea) gilt der Dienst als zivilrechtlicher Freiwilligendienst und wird rechtlich nicht als FSJ oder FÖJ anerkannt. Hier kann es vorkommen, dass die Familienkasse die Zahlung verweigert, was sich auch auf andere Leistungen auswirken kann.
Die Wartezeit für die Studienplatzvergabe läuft während des Dienstes weiter, dein Einsatz kann dir dort angerechnet werden. Ob er zusätzlich als Freisemester oder als Vor- bzw. Fachpraktikum zählt, entscheidet deine Hochschule oder Ausbildungsstätte.
Ja. Nach dem Abschlussseminar erhältst du eine Teilnahmebestätigung – sie dient dir zum Beispiel als Nachweis bei der Familienkasse (Kindergeld) oder bei der Studienplatzvergabe.