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merekɔ fie- I am going home

Lächelnde Menschen bei einem sozialen Treffen im Freien.
Letzter Kirchenbesuch mit Bismark in Accra (EMS/ Richter)

Während ich in Agogo ein zu Hause gefunden habe und meine Routinen hatte, sind die Wochen nur so an mir vorbeigeflogen.

Plötzlich waren es dann nur noch wenige Wochen, die ich noch in Ghana verbringen konnte. Nichts desto trotz haben meine Freunde und ich aus diesen wenigen Wochen noch eine sehr schöne Zeit daraus gemacht. So bin ich gegen Ende ein paar mal an den Wochenenden mit meinen Freunden verreist.

Mit Shoka, meiner Mitbewohnerin und auch sehr guten Freundin, ging es Ende Mai Anfang Juni nach Takoradi. Dort besuchten wir zwei Freiwillige vom YMCA, welche ich aus meiner Anfangszeit und dem Zwischenseminar kenne.

Nach fast 12 h Fahrt sind Shoka und ich dann endlich bei Helene und Abigail angekommen. Da es nach der langen Reise dann schon Abend war, haben wir erstmal „nur“ zusammen gegessen. Am nächsten Tag durften Shoka und ich einen Einblick in die Einsatzstelle des YMCA bekommen, da dort an einem Samstagmorgen im YMCA Center Kinderbetreuung stattgefunden hat. Bei der Kinderbetreuung haben wir vor allem mit den Kindern gespielt und gemalt. Gegen Nachmittag war die Kinderbetreuung auch schon vorbei und Helene, Shoka und ich sind zur Takoradi Mall gefahren. Danach haben sich aber auch tatsächlich unsere Wege für eine kurze Zeit getrennt. So ist Shoka mit ein paar Freiwilligen aus ihrer Organisation, welche auch in Takoradi wohnen, essen gegangen. Für Helene und mich hingegen ging es in die Kirche für Theaterproben. Bevor es mit den Proben begonnen hat, haben wir erstmal ein paar Spiele gespielt und Helene hat mich ihren echt super lieben Freunden vorgestellt. Danach wurde für das Theaterstück geprobt und ich durfte zuschauen. Das war auf jeden Fall sehr gut. Danach haben wir auch alle gemeinsam Helenes Geburtstag nachgefeiert, indem wir Kuchen gegessen haben und gemeinsam gesungen haben. Das war auf jeden Fall ein sehr schöner Abend.

Am nächsten Tag durften wir uns auf einen sehr schönen Ausflug freuen. Zuerst ging es am Sonntagmorgen in die Kirche. Direkt danach sind wir dann alle gemeinsam, Shoka, Helene, Abigail und ich, mit dem Trotro nach Busua gefahren. Busua ist eine Stunde von Takoradi entfernt und ist ein sehr beliebter Ort zum Baden, weil der Strand dort einfach unglaublich schön ist. Dementsprechend sind wir dort im Meer natürlich auch baden gegangen und haben den Tag am Strand verbracht. Am Abend wurde noch in einer Strandbar gegessen und dann ging es auch schon wieder zurück nach Takoradi. Am nächsten Tag hieß es für Shoka und mich dann auch schon Abschied nehmen, weil wir wieder zurück nach Agogo gefahren sind.

Den Rest der Woche habe ich dann mit Arbeiten verbracht, wobei am Freitag schon der nächste Kurztrip auf der Tagesordnung stand. Am Freitag, den 05. Juni bin ich gemeinsam mit meinen engen/ besten Freunden aus der Kirche, also Doreen, Erika, Anokye und Edwin nach Accra gefahren, um dort das Wochenende zu verbringen und einen gemeinsamen Abschiedstrip zu haben.

Wir hatten dort auf jeden Fall sehr viel Spaß. Am Freitagabend sind wir alle gemeinsam in einen Beach Club gegangen und haben dort den Abend genossen.

Der nächste Tag begann nur leider etwas regnerisch, sodass der Plan morgens an den Stand zu gehen, leider nicht umsetzbar war. Dennoch haben wir den Tag sehr genossen, weil wir dann in eine Mall gefahren sind bei, der man Indoor Aktivitäten machen konnte. Beispielsweise haben wir Karaoke gesungen, aber auch eine Trampoline-Halle gab es. Wir hatten auf jeden Fall alle sehr viel Spaß und haben noch viele neue, schöne Erinnerungen gesammelt. Gegen Abend haben wir uns dann noch Essen geholt und PowerPoint Karaoke gespielt. Bei dem Spiel bekommt man eine zufällige PowerPoint und muss diese dann vorstellen. Das war auf jeden Fall super lustig, da der eine oder die andere ein sehr random aber lustiges Theme vorstellen musste. Der nächste Tag war zwar schon der Abreisetag aber ein gutes gemeinsames Frühstück haben wir uns trotzdem nicht entgehen lassen. Zudem haben wir an dem Morgen auch noch ganz viele gemeinsame Bilder gemacht. Der Trip war auf jeden Fall super schön und eine schöner letzter gemeinsamer Ausflug.

Nach diesem Ausflug hatte ich tatsächlich nur noch zwei Wochenenden in Agogo. Dementsprechend habe ich diese Wochenenden vor allem zum Verabschieden genutzt. So bin ich zum Beispiel auch ein Wochenende nach Konongo gefahren um mich von Rachel und ihren Kindern zu verabschieden. Dort habe ich dann eine Nacht übernachtet und den ganzen Samstag dann mit den Kids verbracht. Rachel war auch soooo lieb und hat dann auch nochmal für mich gekocht. Insgesamt war das Wochenende sehr schön aber der Abschied war schon sehr traurig.

Das Wochenende drauf habe ich dann nochmal mit Freunden verbracht. So haben wir am Samstag gekocht und Spiele gespielt. Ich muss ja ehrlich zugeben, dass Juliana eigentlich gekocht hat und wir anderen lediglich beim Gemüse schneiden geholfen haben. Ihr Essen war so aber auf jeden Fall unglaublich lecker.

An dem letzten Sonntag habe ich mich auch nochmal mit Shoka und Phebi getroffen. Wir haben dann auch nochmal gemeinsam mein Lieblingsessen gekocht.

Die letzte Woche war doch ein bisschen stressig, da ich noch kleine Abschiedskarten und Abschiedsgeschenke gebastelt habe. Trotzdem kam der Freitag, mein letzter Tag in Agogo, dann schneller als erhofft.

Mein letzter Tag in Agogo, also Freitag den 26.06, war dann eher ein ruhiger Abend. Zuerst habe ich mich an diesem Tag auf der Kinderstation verabschiedet. Auch dieser Abschied war schwer, weil mir die Pfleger und die Ärzte auch sehr ans Herz gewachsen sind. Gegen Nachmittag bin ich dann auch nochmal in die Kirche gegangen. Dort habe ich mich von Papa Bright und den Kirchenmitgliedern verabschiedet. Dort habe ich dann auch ein soooo tolles Geschenk von der Kirche und Papa Bright bekommen. So habe ich zwei wunderschöne Kleider bekommen.

Danach habe ich dann noch einen schönen letzten Abend mit in paar meiner Freunden (Shoka, Phebi, Juliana, Anokye) gehabt.

Am Samstag (der nächste Morgen) ging es dann auch schon nach Accra. Es war ein sehr ungewohntes Gefühl, da ich zu diesem Zeitpunkt langsam wirklich realisiert habe, dass die Zeit in Ghana vorbei ist. Trotzdem ging es am Sonntag mit Bismark noch einmal in Accra in die Kirche. Den Rest des Sonntages habe ich dann noch mit Doreen verbracht.

Aufgrund des Regens am Montag, konnte ich an diesem Tag nichts unternehmen, da es durch den vielen Regen teils auch zu Überschwemmungen führte. Und so stand dann auch schon der Abreisetag (Dienstag) vor der Tür und es war Zeit sich zu verabschieden. Ich muss sagen, der Abschied ist mir schon sehr schwergefallen, aber ich bin sehr dankbar, dass ein paar meiner besten Freunde (Shoka, Phebi, Doreen) und Bismark mich bis zum Flughafen begleitet haben.

Insgesamt war meine Zeit hier in Ghana unglaublich schön. Ich hab nicht nur Freunde gefunden, sondern meine Freunde wurden auch eine Art Familie. Auch in der Kirche in Agogo, in der ich fast jeden Sonntag war, konnte ich ein Zuhause in der Gemeinschaft finden. Ich habe mich immer wohlgefühlt und immer auch willkommen. Ich werde die Zeit und vor allem meine Freunde unendlich vermissen. Zudem wünsche ich mir aber auch für die Zukunft, das wir alle uns daran ein Beispiel nehmen, wie herzlich ich aufgenommen wurde, und dass wir anderen Menschen mit der gleichen Herzlichkeit begegnen.

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