Das Ökumenische Freiwilligenprogramm
Im Ökumenischen Freiwilligenprogramm engagieren sich junge Erwachsene für neun bis zwölf Monate in einem internationalen Freiwilligendienst – im Ausland oder in Deutschland – in sozialen, entwicklungspolitischen oder kirchlichen Projekten.
Teil eines weltweiten Netzwerks
Hinter dem Programm steht die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) – ein internationales Netzwerk von Kirchen und Organisationen in Partnerländern in Afrika, Asien, Europa und dem Nahen Osten. Es verbindet Menschen über Ländergrenzen hinweg und schafft Räume für Begegnung, Austausch und gemeinsames Lernen.
Freiwillige lernen im interkulturellen Austausch gemeinsam mit Menschen aus unterschiedlichen Lebenskontexten. Sie bringen sich ein, teilen Erfahrungen und setzen sich mit Fragen globaler Gerechtigkeit auseinander. So entstehen Perspektiven, die über den Freiwilligendienst hinaus wirken.
Der Freiwilligendienst ist Teil des entwicklungspolitischen Förderprogramms „weltwärts“ und wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.
Was dich im Freiwilligendienst erwartet
Ein Freiwilligendienst bedeutet, Teil eines neuen Alltags zu werden. Du lernst Menschen kennen, bringst dich in deiner Einsatzstelle ein und sammelst prägende Erfahrungen in einem Umfeld, das dir anfangs fremd sein wird.
Du übernimmst Aufgaben entsprechend deinen Möglichkeiten und sammelst praktische Erfahrungen im internationalen Kontext. Gleichzeitig eröffnen sich dir neue Perspektiven. Du lebst und arbeitest mit Menschen aus unterschiedlichen Kontexten und lernst ihre Lebensrealitäten kennen.
Dabei geht es nicht nur um die Arbeit, sondern auch um das Leben vor Ort, um neue Routinen, ungewohnte Situationen und prägende Begegnungen.
Während deines Einsatzes wirst du begleitet und nimmst an Seminaren teil. So hast du Raum, deine Erfahrungen zu reflektieren und einzuordnen.
Was diesen internationalen Austausch besonders macht
Der Freiwilligendienst ist in ein internationales Netzwerk eingebettet und wird von vielfältigen Partnerschaften getragen. Er wird von Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Kontexten gemeinsam gestaltet.
Durch den Austausch entstehen neue Perspektiven. Erfahrungen werden geteilt, Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden sichtbar und das Verständnis füreinander wächst.
Der internationale Austausch verbindet – und wirkt in beide Richtungen.
„Ich wollte lernen – nicht nur aus Büchern, sondern mit allen Sinnen. Menschen begegnen, ihren Alltag erleben und verstehen, was uns verbindet und was uns unterscheidet.“
Lea, Einsatz in Indien
Austauschrichtungen im Freiwilligendienst
Das Ökumenische Freiwilligenprogramm bietet zwei Austauschrichtungen an. Wenn du in Deutschland lebst, kannst du am Nord-Süd-Austausch teilnehmen und in einem Projekt im Partnerland mitarbeiten. Wenn du aus einem Partnerland kommst und dich in Deutschland engagieren möchtest, steht dir der Süd-Nord-Austausch offen. Beide Wege stehen für Lernen auf Augenhöhe.
Welche Austauschrichtung für dich infrage kommt, hängt davon ab, wo du lebst.
Wähle auf der Karte den für dich passenden Weg und erfahre mehr über deine Möglichkeiten im Freiwilligendienst.
Voraussetzungen für den Freiwilligendienst
Der Einsatz dauert in der Regel neun bis zwölf Monate. In dieser Zeit bist du in einer Einsatzstelle tätig und wirst durch Seminare sowie ein erfahrenes Team begleitet.
Weitere Informationen zum Freiwilligendienst findest du auf den Seiten zu den einzelnen Austauschrichtungen.
„Am meisten habe ich durch die Begegnungen gelernt. Viele Dinge habe ich plötzlich anders gesehen – und mich selbst auch.“
Ernest, Einsatz in Deutschland
Begleitung und Vorbereitung
Vor Beginn deines Freiwilligendienstes wirst du intensiv vorbereitet. In Seminaren setzt du dich mit deinem Einsatzkontext auseinander und lernst die anderen Freiwilligen kennen.
Auch während deines internationalen Freiwilligendienstes begleiten wir dich. Du hast Ansprechpersonen vor Ort und im Hintergrund, die dich unterstützen und dir bei Fragen zur Seite stehen.
Seminare und Austauschmöglichkeiten bieten dir die Gelegenheit, deine Erfahrungen zu reflektieren und einzuordnen. So wirst du nicht allein gelassen, sondern bist Teil einer Gemeinschaft, die dich trägt.